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Dr. Brühmüller, Jürgen

Dr. Brühmüller, Jürgen

MAinstr. 8, 68753

07256 5788
0170 5804629
dr.j.bruehmueller@t-online.de
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Allgemeine Info

 

 

Vita:

  • geb. 13.02.1954 in Waghäusel/Nordbaden
  • Studium der Medizin und Philosophie in Heidelberg und Berlin
  • Examen 1980
  • klinische Ausbildung von 1980 bis 1985
  • niedergelassen als Arzt für Allgemeinmedizin in Philippsburg seit 1986

 

Künstlerische Tätigkeit:

 

Erste künstlerische Versuche unternahm ich schon als Kind und Gymnasiast. Das Interesse an Kunst blieb, die praktische  Beschäftigung mit ihr musste dann allerdings lange Zeit zurückstehen infolge der beruflichen Inanspruchnahme. 

Erst vor ca.zehn Jahren fand ich Mittel und Wege, dies wiederaufzugreifen, anfangs zögerlich, dann aber mit rasch wachsender Begeisterung und inzwischen mit großer Leidenschaft.

 

Vieles habe ich mir autodidaktisch angeeignet. Daneben nahm ich immer wieder an verschiedenen Kursen (Aquarell, Mischtechnik, Collage, Aktmalen, Perspektive, Druckgrafik) sowie an Malreisen teil.

Den größten Tel meiner Ausbildung verdanke ich Wolfgang Beck, freischaffender Künstler in Speyer (heute Dornsieders/Pfalz), der mich intensiv über Jahre hinweg begleitet hat.

 

Seit zwei Jahren bin ich Mitglied im Badischen Kunstverein und in der Künstlergilde Oberhausen.

 

Außer der bildenden Kunst gilt mein Interesse der Lyrik und der Philosophie. 

 

 

Bisherige Ausstellungen:

  • April 2015 in der "Galerie in der Holzmühle"/Westheim (Christa Scheuer) unter dem Titel „Menschen, Räume, Begegnungen“.
  • November 2015 im Rathaus Philippsburg. Motto: „Wege, Orte, Situationen“.
  • November 2015 Gruppenausstellung der Künstlergilde Oberhausen-Rheinhausen. 
  • April 2016 Herzklinik Ulm; Motto: „Menschen, Orte, Mysterien“ 
  • September 2016 Rathausgalerie Viernheim; Motto: "Menschen, Mythen, Mysterien".
  • November 2016: Gruppenausstellung Künstlergilde Oberhausen
  • Oktober 2017: Kunstverein Laudenbach/Weinstr. 
  • November 2017: Gruppenausstellung Künstlergilde Oberhausen
  • März 2018: Gruppenausstellung Wasserschloss Bad Rappenau; Thema: Heimat 
  • November 2018: Gruppenausstellung im Alten Volksbad Mannheim; Thema: Hybris 
  • November 2018: Gruppenausstellung Künstlergilde Oberhausen

 

Künstlerisches Anliegen:

 

Grundsätzlich arbeite ich mit verschiedenen Techniken. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Stile und Sujets. 

 

Bei aller Heterogenität gibt es jedoch etwas Gemeinsames, nämlich den Ausgang jeweils vom Gegenständlich-Figürlichen, das abstrahiert, reduziert verfremdet oder in neue Zusammenhänge gestellt wird, um damit eine Art Schwebezustand zwischen Realität und Irrealität herzustellen, der seinerseits Raum öffnen soll für Assoziationen, Deutungen, Reflexionen, Hinterfragungen.

 

Ganz allgemein geht es mir nicht darum, die so genannte „Wirklichkeit“ abzubilden, auch nicht darum gegenstandslose „Ersatzwelten“ zu schaffen, Kunst ist Vision. Dabei ist aber das Visionäre für mich nicht etwas Zukünftiges, sondern Gegenwärtiges, etwas, das neben den Dingen und Ereignissen oder hinter ihnen ist, etwas das wir nur ahnen oder vermuten, aber nicht benennen können: ihr Kern, ist Wesen, ihre Seele mit all ihren Schattierungen, ihren hellen, vor allem aber auch dunklen, abgründigen Seiten. 

 

Den Blick zu lenken auf das, was „hinter“ der Wirklichkeit ist oder sein könnte, das Geheimnisvolle, Rätselhafte, das die gesamte menschliche Existenz durchwirkt, das ist meine künstlerische Absicht.

Wenn dabei mehr Fragen als Antworten auftreten, so kann mir das, vom künstlerischen Standpunkt aus, nur recht sein, denn abschließende Antworten erwarte ich selbst keine, dafür allerdings ein Staunen, ein Sich-Wundern, das immer wieder neu ansetzt…

 

"Es gibt allerdings Unaussprechliches. Dies zeigt sich, es ist das Mystische." (Ludwig Wittgenstein)

 

 

 

Bilder-Lyrik: 

  

Bist du bereit?

Schön bist du in deiner Nacktheit,

dein Begehren macht dich stark und

schwach. Überlege es dir genau:

Ich bin nicht der, den du siehst. 

Ich bin immer schon der Andere.

Ein Satyr oder Bacchus vielleicht.

Und vielleicht würdest auch du 

bei mir nur das Andere finden

in dir? Bedenke also noch vor

der Verschmelzung deren Ende.

Dann sage: Ich bin bereit.

 

Der alte Narr und die letzten Fragen

Ja, noch immer sind die Lüste des alten

Narren in ihm. Jünglingsblut treibt ihn um,

als ob da immer noch Mädchen wären,

Vögel und Sonne und Blumen auf weiten Wiesen.

Nach Tanzen ist ihm, dabei warten doch

die letzten Fragen auf ihn und seinen

zahnlosen Mund. Die leichten Füße gehen

ihm voran wie ehedem, die Laute ist bereit.

Den Finger streckt er aus. Sind sie nicht alle

dort, in der gläsernen Kugel eingesperrt:

das  Woher, Wohin? Wozu? und ihre

zahllosen hochmütigen Schwestern?

Öffne einfach die Hand und lasse sie fallen.

Klirren werden die Scherben und tanzen die

Splitter, und leicht wird das letzte Lächeln dir

über die trockenen Lippen huschen

zum fröhlichen Takt deiner Kinderfüße.

 

Amor und Psyche

Neige dich zu mir, in deinen Augen

öffnet sich die Welt, fass mich an, sei

der Boden, auf dem ich stehe, zieh

mich hoch und ich schwebe, komm

mir nahe, sei ein Spiegel, berühre

mich sanft, dass es schmerzt, hol

mich hier weg, damit ich mich verliere,

nimm mich zu dir, und ich werde mich

finden, flüstere Worte, die alles bedeuten,

erzähl mir Geschichten für dunkle Träume,

versprich mir, was du nie halten kannst,

zeig mir, was verborgen bleiben muss

schließ meinen Mund mit Küssen

 

Verführung

Vibrierende Luft, Duftmoleküle,

nicht mehr als ein schwebendes

sanftes Tänzeln, meine Haut nur

ein Hauch, flüchtiges Fluidum deiner

greifenden Begierde. Mein Zittern

gilt dir, ja, doch nur aus der Ferne.

Was du zu sehen meinst, ist nur

ein Bild. In der Hitze deines Tastens

schmelze ich weg. Ich bin nur

flüchtiger Geruch deiner Augen,

dein Traum, der verfliegt

beim nächsten Wimpernschlag.

 

Am heiteren Ende der Welt

Dort also ist das Ziel? Dort soll sich

erfüllen, was du als Utopie immer

verlacht hast? Leicht muss dein

Gepäck sein, leer der Becher deiner

Erwartungen. Was zurück liegt,

soll dich froh machen, weil es

vergangen ist. Jetzt könntest du

endlich einverstanden sein mit

allem, und ein leichtes Lächeln könnte

aus dir gleiten, das erste bei deinem

letzten Schritt. Drehe dich um.

Wer wartet, verliert. Längst bist du

schon da, verschwindest mitsamt

deinen Fragen sanft dort im

Horizont.

 

Adam und Eva

Halb gefroren noch in der Pose ihrer

Unschuld stehen sie auf der Schwelle,

treten kindlich keck mit galantem Fuß

hervor aus ihren Masken und Vorhängen.

Nun wird sich zeigen müssen, was

die Liebe kann, die man ihnen mit

auf den Weg gab. Eine Hirschkuh

flieht vor ihrem staunenden Schrecken.

Oder zeigt sie das Ziel? Oder stürzt

sie fort in den Schleifstein kommender

Zeiten, im Schatten schon wartender

schwarzer Katastrophen? Lang wird

der Weg sein bis zur Rückkehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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